Status Quo: Deutschland, Umwelt & Konsum 2013

Verbraucher setzen beim Konsum zunehmend auf umweltfreundliche Produkte und Alternativen zu konventionellen Marken. Im Jahr 2013 kaufte jeder zwanzigste Deutsche ausschließlich oder überwiegend Bioprodukte und solche, die unter fairen und ethisch korrekten Bedingungen hergestellt und gehandelt wurden. Jeder Achte greift beim Konsum jeweils zu gleichen Teilen zu konventionellen und grünen Produkten und jeder Dritte kauf zumindest gelegentlich die alternative Biovariante.

Lernen Sie 5 grüne Marketingstrategien kennen, mit denen Sie Kundenloyalität gewinnen und nachhaltig sichern.

Status Quo: Deutschland, Umwelt & Konsum 2013

Verbraucher setzen beim Konsum zunehmend auf umweltfreundliche Produkte und Alternativen zu konventionellen Marken. Im Jahr 2013 kaufte jeder zwanzigste Deutsche ausschließlich oder überwiegend Bioprodukte und solche, die unter fairen und ethisch korrekten Bedingungen hergestellt und gehandelt wurden. Jeder Achte greift beim Konsum jeweils zu gleichen Teilen zu konventionellen und grünen Produkten und jeder Dritte kauf zumindest gelegentlich die alternative Biovariante.

 

Umfrage in Deutschland zum Anteil von Bioprodukten am Einkauf bis 2013

Quelle: Statista.de (Bevölkerung in Deutschland nach Umfang des Einkaufs von Bioprodukten bzw. Produkten aus kontrolliert ökologischem Anbau von 2010 bis 2013)

 

Auf der Liste der Gründe für die Wahl von Bioprodukten liegen

  • Unterstützung regionaler Betriebe
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Geringe Schadstoffbelastung
  • Verzicht auf Zusatzstoffe sowie
  • einen Beitrag zur Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft leisten

auf den vorderen Plätzen.

78% der Bioprodukte Konsumenten sehen in ihrem Konsumverhalten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und für mehr Nachhaltigkeit und 77% assoziieren mit ihnen eine gesündere Lebensweise und die Stärkung des persönlichen Wohlbefindens.

Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln

Quelle: Statista.de (Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln in Deutschland im Jahr 2013)

 

Bis zu Euro 2,10 mehr für grüne Varianten

Diese kaufentscheidenden Aspekte des Biokonsums lassen sich Verbraucher einiges Kosten. Gegenüber konventionellen Produkten genießen nachhaltige Produkte eine deutlich höhere Kundenloyalität. Der Teil der relevanten Verbraucher, die ausschließlich und überwiegend Bioprodukte konsumieren ist grundsätzlich bereit, für dieses Plus an mehr Wert, mehr Qualität und mehr Transparenz bis zu Euro 2,10 Aufschlag gegenüber den konventionellen Pendants zu bezahlen, wenn Produkte mit dem Bio-Siegel oder dem, nach strengsten Richtlinien erteilen Demeter-Sigel versehen sind.

Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen birgt Potenzial für Kundenloyalität

Quelle: Statista.de (Zahlungsbereitschaft deutscher Verbraucher für unterschiedliche Öko-Zeichen)

 

Und die Nachfrage nach den grünen Alternativen wächst in allen Bereichen des nachhaltigen Konsums – auch jenseits von Biolebensmitteln.

Mit der zunehmenden Nachfrage und Zahlungsbereitschaft wächst jedoch auch die Zahl der Unternehmen und Werbetreibenden, die auf den grünen Öko-Zug aufspringen. Schon macht die Sorge um das Greenwashing-Phänomen die Runde und droht, die gerade aufkommende grüne Marketing-Revolution im Keim zu ersticken.  Es vergeht kaum ein Monat, in dem kein neues Label, kein neues grünes Forum das Licht der Welt erblickt. Die kürzlich relaunchte  Umweltzeichen App der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Lable-Online App) derzeit über 100 Umweltzeichen. In den kommenden Monaten will man die Datenbank auf bis zu 260 Umweltzeichen ausweiten.

Echten (authentischen) grünen Unternehmen erschwert dies die Positionierung ihrer Produkte und macht den freien (fairen) Wettbewerb zu vertretbaren Bedingungen kaum möglich. Verbrauchern wird es, mit dem Aufkommen immer neuer Umwelt-Siegel und irrwitzigen Produktversprechen nahezu unmöglich gemacht, dabei noch den Überblick zu behalten. Und tatsächlich; das Potenzial, dass Verbraucher diese grün anmutenden Behauptungen und Gütesiegel mit echten (authentischen) grünen Marken und Produkten verwechseln, ist hoch.

Die Themen rund um die grünen Produkte sind oft sehr technisch und können auf Verbraucher teilweise sehr komplex und unüberschaubar wirken. Die hohe Taktung an Innovationszyklen macht grüne Produkte, und in diesem Kontext auch die damit verbundene Kommunikation in der Regel schnelllebig. Diesen Sachverhalt machen sich Unternehmen, die auf den grünen Zug aufspringen oft zu Nutze.

Für Green Economy Unternehmen ist dieser Effekt Gefahr und Chance zugleich. Mit der richtigen Marketingstrategie, die sich im Idealfall in allen Teilen konsequent aus dem Vision & Mission Statement, dem Unternehmensleitbild und Wertekanon ableitet, lässt sich im Wettbewerb gegen die Greenwashing geprägten Eindringlinge nicht nur wertvoller Boden gutmachen, sondern das gesamte Segment der Green Business Economy nachhaltig stärken. Und Nachhaltigkeit ist das, was uns alle bewegt.

Diese 5 wertvollen Tipps für Ihre Marketingstrategie können Ihnen dabei helfen, im ungleichen Wettbewerb mit konventionellen Anbietern die Nase vorn zu haben. Auch wenn die meisten davon eigentlich selbstverständlich (auch für konventionelle Unternehmen) sein sollten, fällt es vielen Unternehmen und Unternehmern sichtlich schwer diese auch konsequent umzusetzen.

Lesen Sie morgen Teil 1 unserer Serie:
„Reden ist Silber, dementsprechend handeln Gold“

 

Link-Tipp zum Thema Kundenloyalität

Die Vorteile hoher Kundenloyalität auf der Umsatzseite, von Anne M. Schüller

 

Sie interessieren sich für mehr Kundenloyalität im Green Business? Dann freue ich mich über Ihren Kommentar zu diesem Artikel und den inhaltlichen Austausch.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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pierre.schramm@ska-network.com'

von Pierre Schramm

Pierre ist Experte für Digital Leadership und strategisches Marketing in den digitalen Medien. Er verfügt über langjährige Managementerfahrung in der digitalen Wirtschaft sowie in rennomierten Verlagshäusern.

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